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Schutzimpfungen

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(© SMS)

Schutzimpfungen gegen übertragbare Krankheiten schützen den Einzelnen vor Ansteckung und Erkrankung und die Allgemeinheit vor der Ausbreitung einer Krankheit. Geimpfte Personen bauen gegen die betreffende Krankheit einen Immunschutz auf und erkranken in der Regel nicht. Die Infektionskette von Mensch zu Mensch wird unterbrochen. Schutzimpfungen gehören zu den wirksamsten, sichersten und kostengünstigsten Vorsorgemaßnahmen der Krankheitsverhütung.

Die Teilnahme an Schutzimpfungen ist grundsätzlich freiwillig. Lediglich für die Masernimpfung wird momentan eine gesetzlich verankerte Impfpflicht für Kinder in Gemeinschaftseinrichtungen sowie pädagogisches und medizinisches Personal diskutiert. Der sächsische Impfkalender für Kinder, Jugendliche und Erwachsene enthält öffentlich empfohlene Schutzimpfungen gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Haemophilus-influenzae-Typ-b-Infektionen, Hepatitis A, Hepatitis B, Herpes zoster (Gürtelrose), Humane Papillomaviren-Infektionen, Influenza (Virusgrippe), Masern, Meningokokkeninfektionen, Mumps, Pneumokokkenkrankheiten, Poliomyelitis (Kinderlähmung), Röteln, Rotaviruserkrankungen und Varizellen (Windpocken). Öffentlich empfohlen sind auch Schutzimpfungen, die bei besonderem Anlass, zum Beispiel bei bestimmten chronischen Erkrankungen, Auslandsreisen oder bei beruflicher Gefährdung, angezeigt sind. Dazu zählen Schutzimpfungen gegen Cholera, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, Tollwut, Tuberkulose und Typhus.

Impfungen sind als Kassenleistung beim Haus- oder Facharzt in der Regel kostenfrei. Das Gesundheitsamt bietet die meisten öffentlich empfohlenen Schutzimpfungen unentgeltlich an. Die Kosten für Schutzimpfungen bei berufsbedingtem Risiko hat im Allgemeinen der Arbeitgeber zu tragen. Reiseimpfungen sind in der Regel kostenpflichtig.

Zu jeder Impfung gehört eine Impfberatung. Der Impfling oder dessen Sorgeberechtigter muss ausreichend über den Zweck und die Risiken der Impfung informiert werden. Impfungen werden im Impfbuch dokumentiert. Es empfiehlt sich, das Impfbuch zu jeder Vorstellung beim Arzt (behandelnder Arzt, Schularzt, Betriebsarzt, Impfarzt) mitzubringen. Bei Fragen zu Impfungen kann sich jeder auch an die Impfstelle des zuständigen Gesundheitsamtes oder seinen Hausarzt wenden.

Wer durch eine öffentlich empfohlene Impfung oder eine andere öffentlich empfohlene Maßnahme der spezifischen Prophylaxe einen Gesundheitsschaden erleidet, kann einen Antrag auf Versorgung gemäß §§ 60 ff. Infektionsschutzgesetz beim Kommunalen Sozialverband Sachsen zu stellen.

Modellprojekt "Impfbus"

Foto: Der Impfbus am Beruflichen Schulzentrum in Pirna

Der Impfbus am Beruflichen Schulzentrum in Pirna
(© SMS)

Im Mai und Juni 2019 fährt der Impfbus - eine mobile Arztpraxis - an elf verschiedene Berufsschulzentren in sieben sächsischen Landkreisen, um vor Ort Impflücken zu schließen. Vor allem junge Erwachsene weisen häufig Impflücken auf und haben meist nur sehr wenige Arztkontakte, bei denen eine Impfberatung durchgeführt werden könnte. Der Impfbus ist daher eine gute Gelegenheit für die jungen Erwachsenen, den Impfstatus kontrollieren zu lassen und sich eigenständig mit dem Thema Gesundheit auseinander zu setzen.

 

An jeweils ein bis drei Tagen haben die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen und Lehrer vor Ort die Möglichkeit, ihren Impfausweis kontrollieren zu lassen, Fragen zum Thema impfen zu stellen und sich bei Bedarf im Bus von einem Arzt sofort impfen zu lassen. Angeboten werden Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln sowie gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten und Kinderlähmung.

 

Das SMS hat zeitgleich mit dem Impfbusprojekt eine Umfrage zum Thema Impfen in Sachsen gestartet. Hier geht es zur Teilnahme: www.gesunde.sachsen.de/umfrage

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz