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HIV/AIDS

AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) ist ein erworbenes Immunschwäche-Syndrom, hervorgerufen durch das HI-Virus.

In Sachsen bieten alle Gesundheitsämter den HIV-Antikörpertest kostenlos und anonym an. Vor und nach dem Test findet in jedem Fall eine persönliche Beratung statt. Ebenso ist die Beratung von Interessierten, Besorgten, Betroffenen und deren Angehörigen durch die Fachkräfte der Gesundheitsämter sowie der AIDS-Hilfen in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau gewährleistet.

Die Gesundheitsämter und die AIDS-Hilfen führen Veranstaltungen zur Vorbeugung von AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten für Jugendliche in Schulen und Freizeiteinrichtungen und für verschiedene Multiplikatoren (zum Beispiel Ärzte, Sozialarbeiter) durch.

Die ambulante und stationäre medizinische Betreuung von HIV-Positiven und AIDS-Kranken erfolgt durch die Universitätskliniken Dresden und Leipzig, die Klinikum Chemnitz gGmbH, das Städtische Krankenhaus Dresden-Neustadt, das Städtische Klinikum »St. Georg« Leipzig und das Heinrich-Braun-Krankenhaus Zwickau und ausgewählte niedergelassene Ärzte.

HIV/AIDS-Jahresbericht 2018: HIV-Diagnosen in Sachsen nicht gesunken

Illustration: Der HIV/AIDS-Bericht 2016.

Der HIV/AIDS-Bericht 2018.
(© SMS/LUA)

Im Jahr 2018 wurden in Sachsen 120 HIV-Neudiagnosen gestellt. Das sind mehr als im Vorjahr 2017 mit insgesamt 103 Neudiagnosen. Damit liegt Sachsen gegen den Deutschlandtrend. Die Zahlen gehen aus dem aktuellen Jahresbericht 2018 zu HIV/AIDS der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) hervor.

Bei den 120 HIV-Neudiagnosen im Jahr 2018 waren 87,5% Männer und 12,2% Frauen betroffen. Der Anteil von Männern, die Sex mit Männern haben, an den neu-diagnostizierten HIV-Infektionen betrug 2018 60%, was dem Mittelwert der Auswertungen seit 2001 entspricht.

Im Jahr 2018 wurde in Sachsen eine Häufigkeit der HIV-Erstdiagnosen von 2,9 pro 100.000 Einwohner erreicht. Dies entspricht dem Niveau von 2012 und liegt wieder unter den deutschlandweiten Werten von 3,4. Von den insgesamt 120 im Jahr 2018 neu diagnostizierten HIV-Infektionen im Freistaat Sachsen stammten 48 (40 %) aus dem Stadtkreis Leipzig, 30 (25 %) aus dem Stadtkreis Dresden und 6 (5 %) aus dem Stadtkreis Chemnitz. Aus allen anderen Teilen Sachsens wurden insgesamt 36
(30 %) HIV-Erstdiagnosen an das RKI übermittelt.

HIV-AIDS Bericht 2018
Hier finden Sie in der Publikationsdatenbank des Freistaats Sachsen den ausführlichen Bericht als PDF zum Download.

Nicht nachlassen bei Prävention und Aufklärung - HIV/AIDS-Jahresbericht 2016 für den Freistaat Sachsen vorgelegt

Illustration: Deckblatt des HIV-Berichtes 2016 - es ist eine rote AIDS-Schleife zu sehen.

Der HIV/AIDS-Bericht 2016.
(© SMS/LUA)

Die Zahl der neu diagnostizierten HIV-Infektionen lag im Jahr 2016 deutschlandweit, wie auch in Sachsen, weiterhin auf hohem Niveau. Sie blieb jedoch im Jahr 2016 unter den Werten der beiden vorausgegangenen Berichtsjahre. Das geht aus dem HIV/AIDS-Jahresbericht 2016 für den Freistaat Sachsen vor.

Danach wurden im Jahr 2016 aus Sachsen 145 HIV-Erstdiagnosen (2015: 190) an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Dies entspricht einer Inzidenz (gemeldete Erstdiagnosen pro 100.000 Einwohner) von 3,6. Im Jahr 2015 musste von einer Inzidenz von 4,7 ausgegangen werden. Gemäß RKI lag die Zahl der HIV-Erstdiagnosen im Berichtsjahr 2016 in Deutschland bei 3.415, im Jahr 2015 waren es 3.694 Fälle. Dies entspricht einer Inzidenz von 4,2; in 2015 lag diese bei 4,5.

Damit liegt Sachsen mit seinen Neudiagnosen wieder unter dem bundesweiten Durchschnitt.

»Noch immer gibt es viele neu diagnostizierte HIV-Infektionen in Sachsen. Das zeigt: wir dürfen nicht nachlassen bei Prävention und Aufklärung. Auch wenn HIV und Aids kein Todesurteil mehr ist, die Krankheit muss weiter im öffentlichen Bewußtsein bleiben. Auch die aktuellen Zahlen belegen: wir dürfen nicht nachlassen beim Kampf gegen Aids. Wir müssen weiter aufklären und unsere Anstrengungen im Bereich Prävention, Diagnostik und Therapie weiter fortsetzen«, betont Staatsministerin Barbara Klepsch.

HIV-AIDS-Bericht 2016 [Download *.pdf, 0,42 MB]
Hier finden Sie den ausführlichen Bericht als barrierefreies PDF zum Download.

HIV/AIDS-Jahresbericht 2015 für den Freistaat Sachsen vorgelegt

Die Zahl der HIV-Erstdiagnosen ist in Sachsen gestiegen, das geht aus dem aktuellen HIV/AIDS-Jahresbericht für das Jahr 2015 hervor. Danach wurden im Jahr 2015 aus Sachsen 190 HIV-Erstdiagnosen an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Das ist die höchste Anzahl, die seit Erfassungsbeginn 1993 übermittelt wurde. Im Vorjahr gab es 168 Erstmeldungen, damit stieg die Zahl um rund 13 Prozent.

Das sächsische Gesundheitsministerium hat bereits im Berichtszeitraum 2015 die Präventionsgelder für die vier sächsischen AIDS-Hilfen um 34.000 Euro auf 375.000 Euro erhöht. Dazu kommen noch 55.000 Euro für Präventionsprojekte der Gesundheitsämter. Zudem verleiht die Staatsministerin eine Ehrenmedaille für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und AIDS.

An der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen selbst wurden im Jahr 2015 für Gesundheitsämter, Justizvollzugsanstalten/Polizei und die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) 16.832 HIV-Screening-Untersuchungen durchgeführt, bei denen 74 HIV-positive Personen diagnostiziert wurden.

 

Sächsische Ehrenmedaille »Für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und Aids«

Jährlich verleiht Staatsministerin Barbara Klepsch die Sächsische Ehrenmedaille »Für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und Aids«.

Die Verleihung der Aids-Ehrenmedaille als öffentliche Anerkennung von herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der HIV/Aids-Prävention und Betreuung Betroffener soll den hohen Stellenwert widerspiegeln, den das Engagement auf diesem Gebiet in der Politik der Sächsischen Staatsregierung genießt, und die Wertschätzung gegenüber den besonders engagierten Persönlichkeiten, Vereinen bzw. Projekten verdeutlichen. Darüber hinaus ist es auch Ziel der Verleihung dieser Ehrenmedaille, eine breitere Öffentlichkeit dafür zu gewinnen, beim Kampf gegen die HIV-Infektion für sich und andere Verantwortung zu übernehmen und selbst auch aktiv zu werden.

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Weiterführende Informationen

© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz