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Affenpocken (Mpox)

Foto: Reagenzgläser mit Blutproben zur Überprüfung einer Infektion mit Affenpocken

Symbolbild Mpox
(© AdobeStock: Tatyana)

In Deutschland ist im Mai 2022 der erste Fall von Affenpocken bestätigt worden. Mitte Juni wurde in Sachsen der erste Fall registriert. Anders als in der Vergangenheit waren die Betroffenen zuvor nicht in afrikanische Länder gereist, in denen das Virus verbreitet ist. Die meisten Erkrankungen verlaufen relativ mild und eine Gefahr für die Gesundheit der breiten Bevölkerung in Deutschland besteht nach derzeitigen Erkenntnissen kaum. Wenn Sie Symptome einer möglichen Erkrankung bei sich bemerken oder fürchten, sich mit Affenpocken infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt/Ihre Ärztin, damit Sie bestmöglich behandelt werden können.

Das Tierpockenvirus wird bei sehr engem körperlichem Kontakt mit einem infizierten Menschen oder Tier übertragen. In der Regel verlaufen Tierpockeninfektionen mild, für Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie aber lebensbedrohlich sein. 

Wenn Sie sich krank fühlen, achten Sie auf Wunden oder Ausschläge am Körper. Vermeiden Sie bis zu einer Diagnose Treffen mit anderen Menschen, vor allem wenn es dabei zu engem Hautkontakt kommt.

Mit der Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln lässt sich eine Ansteckung mit dem Affenpockenvirus vermeiden. Zur Vorbeugung wurde auch ein Impfstoff entwickelt. Seine Anwendung wird für bestimmte Risikogruppen empfohlen.

Für eine Impfung steht der Pockenimpfstoff Jynneos (MVA-BN) zur Verfügung. Dieser kann für Menschen ab 18 Jahren auch zum Schutz vor Affenpocken eingesetzt werden. Der Pockenimpfstoff kommt vom Bund. Dieser geht an die drei vom Sozialministerium definierten sächsischen Impf- und Beratungsstellen für Affenpocken in Dresden, Leipzig und Chemnitz: 

Zentrum für Infektions-, Reise- und Tropenmedizin, Gelbfieberimpfstelle

Städtisches Klinikum Dresden (Standort Neustadt / Trachau)

  • Besucheradresse:
    Industriestraße 40
    01129 Dresden
  • Telefon:
    (0351) 8 56 23 80

Klinik für Infektiologie/Tropenmedizin, Nephrologie und Rheumatologie

Klinikum St. Georg gGmbH

  • Besucheradresse:
    Delitzscher Straße 141
    04129 Leipzig
  • Telefon:
    (0341) 9 09 40 05

Klinik für Infektions- und Tropenmedizin

Klinikum Chemnitz gGmbH (Standort Küchwald)

  • Besucheradresse:
    Flemmingstraße 2
    09116 Chemnitz
  • Telefon:
    (0371) 33 34 26 41

Darüber hinaus stehen auch die Beratungsstellen der 13 Gesundheitsämter in Sachsen bei Fragen zur Verfügung.

Die Sächsische Impfkommission (SIKO) empfiehlt eine Impfung für bestimmte Risikogruppen. Sie wird als Postexpositionsprophylaxe empfohlen, das heißt für Menschen, die engen physischen Kontakt bzw. Haushaltskontakte zu einer an Affenpocken erkrankten Person hatten. Sinnvoll ist eine Impfung vor allem bis zu fünf Tage nach einem Risiko-Kontakt. Zusätzlich ist auch eine Impfung für Menschen mit hohem Expositionsrisiko empfohlen. Dies betrifft insbesondere Personen, die einen unzureichenden Pockenschutz sowie Immunerkrankungen haben. Eine weitere Indikation für eine Impfung stellt der berufliche Umgang bei medizinischem, technischem und Versorgungspersonal sowie Laborpersonal dar, welches in der Versorgung von Patienten mit Affenpocken tätig ist oder infektiösen Sekreten und Exkreten gegenüber exponiert ist.

SIKO-Empfehlung, Informationen und Aufklärung zur Impfung:

Weiterführende Informationen

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz