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Störungsspezifische Angebote der Suchtprävention

Prävention der Nikotinabhängigkeit

Beispielhaft ist hier das Programm „Be Smart – Don’t Start“ zur schulischen Nichtraucherförderung zu nennen, dass durch das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT–Nord) koordiniert wird und in Form eines bundesweiten Wettbewerbs stattfindet. Dabei richtet sich das Programm insbesondere an Schulklassen, in denen nicht oder nur vereinzelt geraucht wird. Verantwortlich für die Koordination im Freistaat Sachsen ist die Fach- und Koordinierungsstelle für Suchtprävention. Ziel des Wettbewerbs ist es, Schülerinnen und Schüler darin zu stärken, Nichtraucherinnen und Nichtraucher zu bleiben, und zumindest einen späteren Einstieg in den Tabakkonsum zu erreichen und das Image des Nichtrauchens zu verbessern. Be Smart – Don‘t Start ist vor allem für die Klassenstufen 6 bis 8 konzipiert. Teilnehmende Klassen verpflichten sich in einem Klassen- und Schülervertrag, sechs Monate nicht zu rauchen und melden wöchentlich ihren Rauchstatus zurück. 

Prävention der Alkoholabhängigkeit

Um dem bundesweiten Trend des riskanten Rauschtrinkens bei Jugendlichen eine Präventionsmaßnahme entgegen zu stellen, entstand das Projekt „HaLT – Hart am LimiT“ als kommunale Alkoholpräventionsstrategie. Das bundesweit angebotene Präventionsprojekt ist in Sachsen an zwei Standorten (Dresden und Leipzig) implementiert.

HaLT in Sachsen
Das Projekt gliedert sich in zwei Projektteile: In HaLT-reaktiv erhalten Kinder und Jugendliche, die auf Grund einer Alkoholintoxikation in ein Krankenhaus eingewiesen wurden, eine Sofort-Intervention, ein Beratungsgespräch mit den Eltern, ein Gruppenangebot („Risiko-Check“), in welchem substanzspezifische Informationen und Risikokompetenzen im Umgang mit Alkohol vermittelt werden, sowie ein Abschlussgespräch, welches u. a. der Klärung weiteren Unterstützungsbedarfs dient. HaLT-proaktiv widmet sich dem Auf- und Ausbau sowie der Pflege von Netzwerken von Partnern im Bereich der universellen Prävention auf kommunaler Ebene. Durch eine konsequente Einhaltung des Jugendschutzes sowie einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit einhergehend mit der Vergegenwärtigung der Vorbildwirkung von Erwachsenen soll riskantes Rauschtrinken bereits im Vorfeld verhindert werden. 
 

HaLT in Sachsen

Prävention von Essstörungen

Obwohl Essstörungen zu den psychosomatischen und nicht zu den Suchterkrankungen zählen, stellt unter anderem die Fach- und Koordinierungsstelle Suchtprävention Sachsen Informationen zur Prävention dieser vor allem unter jungen Menschen verbreiteten Störung zur Verfügung. Die Initiative »bauchgefühl« der BKK ist ein Unterrichtsprogramm für die 6./7. und 8./9. Klasse, das Lehrer und Lehrerinnen dabei unterstützt, gestörtem Essverhalten von Jugendlichen vorzubeugen.