Handlungsfeld Förderung Lebenskompetenz
»Lebenskompetent ist, wer sich selbst kennt und mag, empathisch ist, kritisch und kreativ denkt, wer kommunizieren und Beziehungen führen kann, durchdachte Entscheidungen trifft, erfolgreich Probleme löst sowie Gefühle und Stress bewältigen kann.« (Weltgesundheitsorganisation - WHO 1994)
Lebenskompetenz ist Voraussetzung für die erfolgreiche Lebensgestaltung sowie -bewältigung und somit für das persönliche Wohlbefinden. Ziel von Maßnahmen zur Förderung der Lebenskompetenz ist es, Schutzfaktoren auszubilden, welche die Wahrscheinlichkeit verringern, unter bestimmten Risikobedingungen im späteren Leben sozial unangepasstes oder persönlichkeitszerstörendes Verhalten zu entwickeln. Lebenskompetenzförderung zielt mit allen Facetten auf eine positive Einstellung zur eigenen Persönlichkeit und zur Gesundheit.
Zum Handlungsfeld Lebenskompetenz hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, in der Akteure aus folgenden Institutionen und Organisationen zusammenarbeiten:
- AWO Landesverband Sachsen
- Deutscher Kinderschutzbund e. V., Kreisverband Freiberg (DKSB)
- Evangelische Aktionsgemeinschaft für Familienfragen Sachsen (EAF)
- Fachstelle Genderkompetenz und Mädchenarbeit in Sachsen
- Fachstelle für Suchtprävention Dresden
- Fachberatung für Kita-Einrichtungen, Landkreis Döbeln
- Forschungsverbund Public Health Sachsen und Sachsen-Anhalt, Medizinische Fakultät der Technischen Dresden
- Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Fachbereich Sozialwesen
- Landeselternrat Sachsen
- Paritätischer Wohlfahrtsverband, Landesverband Sachsen
- Rehabilitationsklinik Löbau
- Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e. V. (SLfG)
- Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS)
- Sozialpädiatrisches Zentrum, Städtisches Krankenhaus Dresden-Neustadt
Die Zusammenarbeit der Arbeitsgruppenmitglieder wird durch zwei externe Koordinatorinnen unterstützt. Haben Sie Fragen zur Arbeitsgruppe Lebenskompetenz, dann wenden Sie sich an die externen Koordinatorinnen: Frau Meyer (gesund-aufwachsen@slfg.de) beziehungsweise Frau Dr. Wolfram (NWolfram@dresden.de).
Die Gruppe hat sich folgende Arbeitsschwerpunkte zum Ziel gesetzt:
- Eltern- und Familienbildung
- Fortbildung für pädagogische Fachkräfte
- Geschlechterperspektive in der Lebenskompetenzförderung
- Vernetzung der Akteure im Bereich Lebenskompetenz
- Soziale Ungleichheit
- Öffentlichkeitsarbeit
Das Kapitel »Lebenskompetenz« im Handbuch für Erzieherinnen und Erzieher »Gesund aufwachsen in Sachsen« unterbreitet dem Leser einen Vorschlag zur praktischen Umsetzung der Lebenskompetenzförderung im Alltag der Kindertageseinrichtung. Das erarbeitete Konzept geht über bisherige Ansätze zur Förderung der Lebenskompetenz in der Kindertageseinrichtung insofern hinaus, als dass es sich den Grundsätzlichkeiten nähert, welche die unbedingte Voraussetzung für zum Beispiel Prävention von Substanzmissbrauch, Gewalt aber auch Angst sind. Damit wird ein Konzept vorgelegt, welches einem ganzheitlichen Ansatz folgt und die Prävention sämtlicher lebensstil- und einstellungsbezogenen Fehlentwicklungen ermöglicht.
