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Postmortale Organspende

Zustimmung

Wesentliche Bedingung für die Organentnahme bei einem Verstorbenen ist nach dem Transplantationsgesetz dessen dokumentierte Erklärung, nach dem Tode Organe spenden zu wollen. Gibt es dagegen keine schriftliche Erklärung des Verstorbenen, so sind die nächsten Angehörigen zu befragen, ob der Verstorbene sich ihnen gegenüber zu Lebzeiten zur Organspende geäußert hat. Ist dies nicht der Fall, so werden die Angehörigen gebeten, im Sinne des mutmaßlichen Willens des Verstorbenen zu entscheiden. Das Transplantationsgesetz betont und schützt damit die Freiwilligkeit der Organspende. Das Sächsische Sozial- und Verbraucherschutzministerium bittet alle Bürgerinnen und Bürger, eine eigene Entscheidung - egal ob für oder gegen Organspende - zu treffen und in einem Organ- und Gewebespendeausweis zu dokumentieren. Ein Organ- und Gewebespendeausweis ist zum Beispiel im Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz erhältlich und steht auch auf dieser Seite zum Download zur Verfügung.

Feststellung des Hirntodes

Die bisweilen geäußerte Befürchtung, bei einer Bereitschaft zur Organspende nicht jede mögliche medizinische Hilfe zu erhalten, ist unbegründet. Voraussetzung für eine Organentnahme ist die Feststellung des Hirntods, also des endgültigen Ausfalls sämtlicher Hirnfunktionen. Bis zu diesem Zeitpunkt des Hirntods erhält jeder Patient selbstverständlich die medizinisch notwendige Behandlung. Denn erst danach kann untersucht werden, ob Organe des Patienten für eine Organspende geeignet sind.

Die Feststellung des Hirntods unterliegt verbindlichen, besonders strengen Regeln. Sie muss von zwei erfahrenen Intensivmedizinern anhand von genauen klinischen und apparativen Untersuchungen vorgenommen und dokumentiert werden.

Im Sächsischen Ausführungsgesetz zum Transplantationsgesetz werden unter anderem die Aufgaben der Krankenhäuser bei der Gemeinschaftsaufgabe Organspende näher geregelt.