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HIV/AIDS

AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) ist ein erworbenes Immunschwäche-Syndrom, hervorgerufen durch das HI-Virus.

In Sachsen bieten alle Gesundheitsämter den HIV-Antikörpertest kostenlos und anonym an. Vor und nach dem Test findet in jedem Fall eine persönliche Beratung statt. Ebenso ist die Beratung von Interessierten, Besorgten, Betroffenen und deren Angehörigen durch die Fachkräfte der Gesundheitsämter sowie der AIDS-Hilfen in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau gewährleistet.

Die Gesundheitsämter und die AIDS-Hilfen führen Veranstaltungen zur Vorbeugung von AIDS und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten für Jugendliche in Schulen und Freizeiteinrichtungen und für verschiedene Multiplikatoren (zum Beispiel Ärzte, Sozialarbeiter) durch.

Die ambulante und stationäre medizinische Betreuung von HIV-Positiven und AIDS-Kranken erfolgt durch die Universitätskliniken Dresden und Leipzig, die Klinikum Chemnitz gGmbH, das Städtische Krankenhaus Dresden-Neustadt, das Städtische Klinikum »St. Georg« Leipzig und das Heinrich-Braun-Krankenhaus Zwickau und ausgewählte niedergelassene Ärzte.

HIV/AIDS-Jahresbericht 2015 für den Freistaat Sachsen vorgelegt

Die Zahl der HIV-Erstdiagnosen ist in Sachsen gestiegen, das geht aus dem aktuellen HIV/AIDS-Jahresbericht für das Jahr 2015 hervor. Danach wurden im Jahr 2015 aus Sachsen 190 HIV-Erstdiagnosen an das Robert-Koch-Institut gemeldet. Das ist die höchste Anzahl, die seit Erfassungsbeginn 1993 übermittelt wurde. Im Vorjahr gab es 168 Erstmeldungen, damit stieg die Zahl um rund 13 Prozent.

Das sächsische Gesundheitsministerium hat bereits im Berichtszeitraum 2015 die Präventionsgelder für die vier sächsischen AIDS-Hilfen um 34.000 Euro auf 375.000 Euro erhöht. Dazu kommen noch 55.000 Euro für Präventionsprojekte der Gesundheitsämter. Zudem verleiht die Staatsministerin eine Ehrenmedaille für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und AIDS.

An der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen selbst wurden im Jahr 2015 für Gesundheitsämter, Justizvollzugsanstalten/Polizei und die Zentrale Ausländerbehörde (ZAB) 16.832 HIV-Screening-Untersuchungen durchgeführt, bei denen 74 HIV-positive Personen diagnostiziert wurden.

 

Sächsische Ehrenmedaille »Für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und Aids«

Jährlich verleiht Staatsministerin Barbara Klepsch die Sächsische Ehrenmedaille »Für herausragende Leistungen im Kampf gegen HIV und Aids«.

Die Verleihung der Aids-Ehrenmedaille als öffentliche Anerkennung von herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der HIV/Aids-Prävention und Betreuung Betroffener soll den hohen Stellenwert widerspiegeln, den das Engagement auf diesem Gebiet in der Politik der Sächsischen Staatsregierung genießt, und die Wertschätzung gegenüber den besonders engagierten Persönlichkeiten, Vereinen bzw. Projekten verdeutlichen. Darüber hinaus ist es auch Ziel der Verleihung dieser Ehrenmedaille, eine breitere Öffentlichkeit dafür zu gewinnen, beim Kampf gegen die HIV-Infektion für sich und andere Verantwortung zu übernehmen und selbst auch aktiv zu werden.

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Weiterführende Informationen

© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz