Umweltbezogener Gesundheitsschutz
Ziel des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes ist es, die Bevölkerung effektiv vor negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Umwelteinflüssen zu schützen.
Dazu werden die Einwirkungen aus der Umwelt auf die menschliche Gesundheit beobachtet und bewertet um Risiken frühzeitig zu erkennen sowie Strategien und konkrete Möglichkeiten zu ihrer Verhütung und Minimierung zu entwickeln.
Hauptaufgaben
Die Hauptaufgaben des Umweltbezogenen Gesundheitsschutzes sind:
- Trinkwasserüberwachung
- Überwachung von Schwimm- und Badebecken
- Überwachung von Gewässerbädern
- Bewertung der Gesundheitsauswirkungen durch Luftschadstoffe, Schadstoffe allgemein, Lärm, Strahlung
- Begleitung der Programme zu Umwelt und Gesundheit (EU-Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit 2003-2008, Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit des Bundes von 1999, CEHAPE-Aktionsplan zur Verbesserung der Umwelt und Gesundheit der Kinder in der Europäischen Region, und andere)
Aktuelle Themen in Sachsen
Neben den laufenden, immer aktuellen Aufgaben der Trink- und Badewasserüberwachung sind in Sachsen zur Zeit vor allem folgende Themen des umweltbezogenen Gesundheitsschutzes im Vordergrund:
- Feinstaub in der Außenluft (Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte in mehreren Städten Sachsens) und seine Auswirkungen auf die Gesundheit (beziehungsweise allgemein: Gesundheitsauswirkungen des Verkehrs)
- Geruchsproblematik in besonderen Lagen des Erzgebirges (Problem der Belästigung und Befürchtungen zum gesunden Aufwachsen der Kinder; Erhebung der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen (LUA) in Kindertagesstätten ist zur Zeit in Auswertung)
- Ionisierende Strahlung (Radon in Innenräumen, vor allem in ehemaligen Bergbaugebieten)
- Uran im Trinkwasser (Untersuchung, Bewertung und Eliminationsverfahren)
- Nichtionisierende Strahlung (Auswirkungen des Mobilfunks)
- Periodischer Schattenwurf von Windenergieanlagen (Bewertung einer Belästigungsgrenze, beziehungsweise der Grenze zur Gesundheitsschädigung)
- Freizeitlärm (insbesondere Aufklärung und Schutz von Jugendlichen in Diskotheken und bei Veranstaltungen) gemeinsames Faltblatt «dezibel» vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) und Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL): kostenlose Bestellung über SMUL
Folgende Themen werden den umweltbezogenen Gesundheitsschutz in Sachsen zusätzlich beschäftigen:
- Innenraumluft (Feinstaub, Schadstoffe, Nutzungsverhalten wie zum Beispiel Rauchen)
- Nanotechnologien (Erforschung der gesundheitlichen Auswirkungen der Technologien und ihrer Produkte).
