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Öffentlicher Gesundheitsdienst

Aufgaben und Inhalte des sächsischen Amtsarztkurses

Sächsischer Amtsarztkurs


Gemäß § 2 Abs. 3 Satz 2 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst im Freistaat Sachsen (SächsGDG) vom 11. Dezember 1991 darf zum Amtsarzt nur bestellt werden, wer einen Amtsarztkurs absolviert und eine Prüfung über die Qualifikation als Amtsarzt bestanden hat. Dies gilt auch für stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes.

Das Aufgabenspektrum eines Gesundheitsamtes umfasst die unterschiedlichsten medizinischen und zahnmedizinischen Sachgebiete. Dazu gehören unter anderem die Bereiche:

  • amtsärztlicher Dienst,
  • Kinder- und Jugendärztlicher Dienst,
  • Jugendzahnärztlicher Dienst,
  • Infektionsschutz,
  • Umwelthygiene/ Umweltmedizin,
  • Epidemiologie,
  • Psychiatrie und Sucht sowie
  • gesundheitliche Beratungsdienste.

Die Tätigkeiten in den einzelnen Bereichen sind sehr vielfältig und erfordern neben medizinischem Grundlagenwissen und Spezialkenntnissen je nach Einsatzgebiet auch koordinierende Fähigkeiten mit gesundheitspolitischer Außenwirksamkeit. Durch den Amtsarztkurs sollen die speziellen Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen vermittelt werden, welche die theoretische Grundlage zur Bestellung als Amtsarzt bzw. dessen Stellvertreter bilden und zu einer qualitativ hochwertigen Erfüllung der Arbeitsaufgaben befähigen.

Seit 2005 finden in Meißen eigene sächsische Amtsarztkurse statt, die mit einer entsprechenden schriftlichen und mündlichen Prüfung abgeschlossen werden.
Am sächsischen Amtsarztkurs nehmen Vertreter aus Sachsen, aber auch aus anderen Bundesländern teil.

Der Amtsarztkurs wird berufsbegleitend durchgeführt (eine Woche Unterricht je Monat) und dauert insgesamt zirka zwei Jahre. Er gliedert sich in vier Teilabschnitte, die mit einer Teilprüfung abgeschlossen werden. Der Einstieg in den Amtsarztkurs ist jeweils zu Beginn eines der vier Teilabschnitte möglich

Die Absolvierung des Amtsarztkurses ist auch ein Bestandteil der Weiterbildung zum Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen.

Die Sächsische Landesärztekammer hat den Kurs als Fortbildung anerkannt und mit 712 Fortbildungspunkten bewertet.

Die Bedingungen für die Durchführung des Kurses inklusive der Zulassungsvoraussetzungen sind in der Sächsischen Amtsarztkursverordnung geregelt.

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