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Öffentlicher Gesundheitsdienst

Titelabbildung: Ärztin betrachtet Röntgenbild. Älter Mann schaut über den Rand seiner Brille.

Beste Versorgung zum Schutz der Gesundheit - das Sächsische Gesundheitswesen
(© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz)

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) ist neben der stationären und ambulanten Versorgung die dritte Säule des Gesundheitswesens. Er ist grundsätzlich nicht kurativ tätig und erfüllt im Wesentlichen überwachende, vorsorgende und fürsorgende Aufgaben. Oberstes Ziel seiner Arbeit ist die Förderung und der Schutz der Gesundheit der Menschen.

Die Aufgaben sowie die Struktur des ÖGD sind im »Gesetz über den Öffentlichen Gesundheitsdienst im Freistaat Sachsen« (SächsGDG) von 1991 geregelt.

Aufgaben

Der Öffentliche Gesundheitsdienst

  • fördert und schützt die Gesundheit der Bevölkerung 
  • beobachtet und bewertet die gesundheitlichen Verhältnisse von Menschen und bei Tieren einschließlich der Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf die Gesundheit 
  • wacht über die Einhaltung der Hygiene, mit dem Ziel, gesundheitliche Beeinträchtigungen von Menschen zu vermeiden
  • wirkt darauf hin, dass übertragbare Krankheiten bei Menschen und Tieren verhütet und bekämpft werden
  • führt Schutzimpfungen durch
  • wirkt mit bei der epidemiologischen Erfassung und Bewertung von Erkrankungen, insbesondere Infektionskrankheiten
  • wacht darüber, dass die Anforderungen des Gesundheits- und Verbraucherschutzes im Verkehr mit Lebensmitteln einschließlich Trinkwasser, Tabakerzeugnissen,  kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen beachtet werden und die Sicherheit im Verkehr mit Arzneimitteln und Betäubungsmitteln gewährleistet ist.

Gemäß seiner Aufgaben umfasst der ÖGD in Sachsen drei Fachbereiche:

  1. die Gesundheitsbehörden des ÖGD
  2. die amtliche Lebensmittelüberwachung und
  3. das öffentliche Veterinärwesen

Voraussetzungen zur Bestellung zum Amtsarzt

Gemäß § 2 Abs. 3 Satz 2 des Gesetzes über den öffentlichen Gesundheitsdienst im Freistaat Sachsen (SächsGDG) vom 11. Dezember 1991 darf zum Amtsarzt nur bestellt werden, wer einen Amtsarztkurs absolviert und eine Prüfung über die Qualifikation als Amtsarzt bestanden hat. Dies gilt auch für stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes.

Sächsische Amtsarztkursverordnung - SächsAAKVO

Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zur Durchführung des Amtsarztkurses und zur Prüfung über die Qualifikation als Amtsarzt im Freistaat Sachsen