Workshop 26.09.2008
Bericht zum 3. Workshop des Sächsischen Gesundheitsziels »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen« am 26.09.2008 in Dresden
Wie in den vorangegangen zwei Jahren bot auch der 3. Workshop zum Sächsischen Gesundheitsziel »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen« eine breite Plattform, um sich über den aktuellen Stand des Gesundheitszieles auszutauschen und Umsetzungsbeispiele gesundheitsförderlicher Angebote für Arbeitslose zu diskutieren. Etwa 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Sachsen, die sich aus dem Bereich der Gesundheitsförderung, aber auch aus beschäftigungsorientierter Perspektive der Thematik widmen, nutzten die Veranstaltung wieder für einen aktiven Austausch.
Die zwei durch die Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel vorrangig abgeleiteten Handlungsfelder
- »Verbesserung von Kommunikation« und
- »Vernetzung und Bewältigung von Arbeitslosigkeit«
(Vortrag Frau Susann Mühlpfordt, Technische Universität Dresden) standen im Mittelpunkt der Veranstaltung. »Kommunikation und Vernetzung« beziehen sich dabei einerseits auf die weitere Strategieplanung im Gesundheitsziel als auch auf die Kommunikation unterstützender Angebote für die Betroffenen (Vortrag Herr Prof. Wolfgang Scherer, Hochschule Mittweida). In seinem Vortrag wies Herr Holger Kilian (Gesundheit Berlin e. V.) auf wesentliche Kriterien der Qualitätssicherung in der Gesundheitsförderung hin und stellte für die Weiterentwicklung des Gesundheitsziels die Wichtigkeit partizipativer Kommunikations- und Umsetzungsprozesse heraus.
Dem Handlungsfeld »Bewältigung von Arbeitslosigkeit« waren zwei Parallelworkshops am Nachmittag gewidmet. Seit 2006 fördert das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) die Schulung von Multiplikatoren, die dazu befähigt werden, das durch die Technische Universität Dresden entwickelte psychosoziale Bewältigungsprogramm für Arbeitslose »AktivA« anzuwenden. Aus der Perspektive von zwei unterschiedlichen Settings wurden praktische Umsetzungserfahrungen mit dem AktivA-Programm und weiteren gesundheitsförderlichen Ansätzen vorgestellt und diskutiert.
Workshop A: Freigemeinnütziges Engagement und Gesundheitsförderung für Arbeitslose
Im Mittelpunkt standen die gesundheitsförderlichen Potentiale freiwilliger ehrenamtlicher Tätigkeiten selbst, wie zum Beispiel die Unterstützung von Selbstwertgefühl, Wohlbefinden und Kompetenzerwerb. Freiwilliges Engagement wird nicht als Alternative zur Erwerbsarbeit verstanden, sondern als Gelegenheit auch außerhalb des privaten Umfeldes Anerkennung zu erfahren und eigenen Ressourcen zu stärken.
Workshop B: Gesundheitsförderung für Arbeitslose bei Bildungs– und Beschäftigungsträger
Es wurden Bedingungen zusammengetragen, unter denen die bisherigen Bildungs- und Beschäftigungsmaßnahmen eine gesundheitsförderliche Wirkung haben können. Diskutiert wurden beispielsweise die partnerschaftliche Zusammenarbeit verantwortlicher und unterstützender Akteure in der Kommune, ein ganzheitliches Profiling und nicht zuletzt die Qualität der Maßnahmen. Dazu wurde der Bedarf an einem differenzierten Rückkopplungsprozess zwischen Maßnahmeträgern und ARGEn beziehungsweise Optionskommunen formuliert.
Insgesamt hat die Veranstaltung durch die vielfältigen Erfahrungen der Praxispartner dazu beigetragen, strategische und inhaltliche Impulse zur Weiterentwicklung des Gesundheitsziels »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen« zu geben.
Bei Interesse können Sie die einzelnen Vorträge bei Frau Mühlpfordt (muehlpfordt@psychologie.tu-dresden.de) oder Frau Oehler (elke.oehler@sms.sachsen.de) anfordern.

Veranstalter: Sächsisches Staatsministerium für Soziales
Inhaltliche Leitung und Moderation: Herr Dr. med. Jens Kramer (SMS), Frau Dipl.-Psych. Susann Mühlpfordt (TU Dresden)
Organisation: Frau Dipl.-Psych. Susann Mühlpfordt (TU Dresden) und Frau Elke Oehler (SMS)
Weitere Förderung durch:


