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Lebendorganspende

Die Lebendorganspende ist nach dem Transplantationsgesetz nur unter sehr engen Voraussetzungen zulässig:

  • Der Spender muss einwilligungsfähig und volljährig sein.
  • Der Spender muss nach entsprechender Aufklärung in die Organentnahme eingewilligt haben.
  • Bei der Entnahme von Organen, die sich nicht wieder bilden können (zum Beispiel Niere, Bauchspeicheldrüse, Leber), muß eine enge verwandtschaftliche Beziehung oder eine andere besondere persönliche Verbundenheit zwischen Spender und Empfänger bestehen.
  • Zum Zeitpunkt der Organentnahme darf kein geeignetes Organ aufgrund einer postmortalen Organspende zur Verfügung stehen (Subsidiarität der Lebendspende).
  • Eine unabhängige Kommission muss die Freiwilligkeit und Unentgeltlichkeit der Spende geprüft haben. In Sachsen ist dies Aufgabe der Lebendspendekommission bei der Sächsischen Landesärztekammer.
  • Eine ärztliche Beurteilung muss ergeben haben, dass der Spender voraussichtlich nicht über das Operationsrisiko hinaus gefährdet oder über die unmittelbaren Folgen der Entnahme hinaus gesundheitlich schwer beeinträchtigt wird.
  • Spender und Empfänger müssen sich zur Teilnahme an einer ärztlich empfohlenen Nachbetreuung bereit erklärt haben.

Der Grund für diese engen Voraussetzungen für die Lebendorganspende liegt insbesondere im Schutz des Spenders, den der Gesetzgeber mit der im Transplantationsgesetz gefundenen Regelung gewährleisten will.

Im Sächsischen Ausführungsgesetz zum Transplantationsgesetz wird unter anderem das Verfahren der Lebendspendekommission näher geregelt.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz