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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Informationen zum ersten Auftreten der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein in der Tschechischen Republik

Am 27.06.2017 wurde uns durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mitgeteilt, dass in der Tschechischen Republik erstmals die Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in der Region Zlin amtlich festgestellt worden ist. Ein weiteres tot aufgefundenes Wildschwein wird ebenfalls auf die Erkrankung hin untersucht. Es wird vermutet, dass die Infektion wahrscheinlich auf die Reisetätigkeit von Personen zurückzuführen sei. Bisher seien keine weiteren toten Wildschweine gefunden worden, die Untersuchungen in Schweinehaltungsbetrieben seien negativ gewesen.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Erkrankung, die nur Schweine (Haus- und Wildschweine) befällt. Sie wird direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände (dies beinhaltet auch Lebensmittel) übertragen. Das Virus ist hochresistent bei niedrigen Temperaturen und kann bis zu 6 Monate in ungekochten Schweinefleischprodukten überleben.

Die Afrikanische Schweinepest ist keine Zoonose und kann somit nicht auf den Menschen übertragen werden. Es besteht jedoch eine Ansteckungsgefahr für unsere Haus- und Wildschweine durch kontaminierte, weggeworfene Speisereste, z. B. an Autobahnraststätten und auch durch Jagdtrophäen aus Gebieten (z. B. Ukraine, Weißrussland, Litauen, Polen, Lettland und Estland), in denen die Afrikanische Schweinepest ausgebrochen ist. Hier ist es angebracht, sich vorab über einen möglichen Ausbruch der ASP am Reiseziel zu erkundigen.

Momentan ist das Risiko eines Eintrages in Sachsen als gering- bis mittelgradig zu sehen. Die Entwicklung der Lage kann sich jedoch auch ändern. Wichtig ist es hier vorbeugend weiterhin die Biosicherheitsmaßnahmen in der Landwirtschaft als auch bei der Jagd zu beachten.

Aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest sind unter diesen links zu finden: