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Workshop 12.06.2008

Bericht zum Expertenworkshop »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen - landespolitische Ansätze« am 12.06.2008 in Dresden

Am 12. Juni 2008 lud das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz zum Expertenworkshop »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen - landespolitische Ansätze« ein. Im Zusammenhang mit den Aktivitäten des Gesundheitsziels »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen« steht Sachsen im fachlichen Austausch mit den Bundesländern Nordrhein-Westfalen (NRW) und Brandenburg. Im Rahmen der Projekte »JobFit NRW« und »AmigA« werden dort ebenfalls wissenschaftlich begleitete Projekte zur Gesundheitsförderung Arbeitsloser durchgeführt. 
Ziel der Veranstaltung war der Austausch zu aktuellen Erfahrungen und Perspektiven bei der Umsetzung der Programme auf Landes- und kommunaler Ebene. 

Zur Diskussion waren neben der Arbeitsgruppe zum Sächsischen Gesundheitsziel »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen« Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer der ARGEn, Amtsleiterinnen und Amtsleiter der zugelassenen kommunalen Träger im Freistaat Sachsen sowie Vertreter der Gesundheitsämter eingeladen. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, sich über den gegenwärtigen Umsetzungsstand der gesundheitsförderlichen Aktivitäten für Arbeitslose in den Bundesländern Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen zu informieren und mit den jeweils verantwortlichen Akteuren ins Gespräch zu kommen. Als Leitfragen standen Bedingungen für ein langfristiges Gelingen der Gesundheitsförderung für Arbeitslose über die Modellprojekte hinaus, Finanzierungsmöglichkeiten und strategische Umsetzungsschritte im Vordergrund.

Der Expertenworkshop wurde durch zwei vorangestellte, landespolitisch übergreifende Vorträge eingeleitet. Herr Prof. Richter (Technische Universität Dresden) gab einen Überblick über wissenschaftliche Erkenntnisse zu Arbeitslosigkeit  und Gesundheit. Frau Dr. Köster von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) wies insbesondere auf die aktuelle Sonderauswertung zum Thema »Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen« hin, als deren Grundlage die Praxisdatenbank der BZgA dient. Aus den Diskussionen des Workshops konnten Auswertungsaspekte unmittelbar mit aufgenommen werden.

Jedem der drei an der Veranstaltung beteiligten Bundesländer stand ein zeitlicher Rahmen von einer Stunde zur Verfügung, in dem der gegenwärtige Umsetzungsstand der gesundheitsförderlichen Aktivitäten für Arbeitslose präsentiert und im Anschluss diskutiert wurde.

In einem abschließenden Referat plädierte Herr Schäfer (ARGE Dresden) dafür, die Gesundheitsförderung als Qualitätskriterium für alle Maßnahmen und Träger anzusehen. So sei beispielsweise auch der klassische Arbeitsschutz eine Rahmenbedingung für Arbeitsgelegenheiten mit Aufwandsentschädigung.

Am Ende der Veranstaltung wurden trotz der unterschiedlichen Ansätze der vorgestellten Programme Schwerpunkte diskutiert:

  • Herr Dr. von Braunmühl (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg) berichtete hierzu von Fachgesprächen mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Das Thema Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen könne zukünftig eine stärkere Rolle im beschäftigungsorientierten Fallmanagement einnehmen, das sei jedoch ein Prozess, der längerfristig und schrittweise erfolgen könne.
  • Vorhandene Strukturen sollten genutzt werden (zum Beispiel Gesundheitsämter und professionelle Beratungsstellen).
  • Vernetzung sei wichtig und damit eine Gestaltung der Verhältnisse über Individualmaßnahmen hinaus.
  • Zur Verhältnisprävention gehöre auch das Thema »gesunde Tätigkeiten«: Welche Beschäftigungsverhältnisse unterstützen die Aufrechterhaltung oder den Erwerb von Beschäftigungsfähigkeit?
  • Der Sprecher des BKK Landesverbandes Ost, Herr Darmstadt, berichtete von einer auch für Sachsen gelungenen Vereinbarung zwischen den Krankenkassen zur vereinfachten Kostenerstattung für das Gruppenangebot zur Stressbewältigung, das im Rahmen von »JobFit« eingesetzt wird.

Die Referenten und Teilnehmer hielten eine Fortführung des länderübergreifenden Erfahrungsaustausches für erforderlich.

Bei Interesse können Sie die einzelnen Vorträge bei Frau Mühlpfordt (muehlpfordt@psychologie.tu-dresden.de) oder Frau Oehler (elke.oehler@sms.sachsen.de) anfordern.

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(© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz)

Veranstalter: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

Organisation: Herr Dr. med. Jens Kramer (SMS), Frau Dipl.-Psych. Susann Mühlpfordt (Technische Universität Dresden)

Moderation: Frau Dipl.-Psych. Susann Mühlpfordt

Weitere Förderung durch die AOK PLUS - Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen.

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Ein besonderer Dank

gilt den Studentinnen der Professur für Arbeits- und Organisationspsychologie der Technischen Universität Dresden: Frau Sylvia Kummer, Frau Andrea Schöpe und Frau Gesine Wieder. Sie haben wesentlich zum Erfolg des Workshops beigetragen.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz