1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Standorte, Einschleppung und Ausbreitung

Standorte

Foto: Standorte der Beifußambrosie

Beifußambrosie in Sommergerste
(© Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie)

Die Beifußambrosie bevorzugt gestörte offene Böden die nur lückenhaft bewachsen sind, da sie ausreichend Licht und Wärme benötigt. Das wäre zum Beispiel vorzufinden:

  • auf Bahnschotter
  • auf Erdaufschüttungen
  • an Waldwegen
  • an Straßen- und Wegrändern
  • in Neubaugebieten
  • auf Brachflächen
  • auf Äckern und Schnittblumenfeldern
  • an Feldrändern

Ebenfalls findet man die Beifußambrosie in privaten Gärten. Dort wächst sie vor allem unter Vogelfutterplätzen, da das Vogelfutter mit Ambrosia-Samen verunreinigt sein kann. Dies geschieht dadurch, dass Ambrosia auch als Ackerunkraut zum Beispiel auf Sonnenblumenfeldern vorkommt und die Samen bei der Ernte mit in das Erntegut gelangen. Jedoch gilt laut EU Verordnung 574/2011, dass ein Kilogramm Futter nur noch maximal 50 mg Ambrosia-Samen enthalten darf.

Foto: Ambrosia in Vogelfutter

Ambrosia in Vogelfutter
(© B. Alberternst & S. Nawrath, Projektgruppe Biodiversität)

Einschleppung und Ausbreitung

Nach bisherigem Stand der Forschung wird die Beifußambrosie hauptsächlich mit landwirtschaftlichen Produkten nach Deutschland eingeschleppt. Darunter fällt insbesondere das Vogelfutter, wodurch sie häufig in Gärten oder auf Felder zum Beispiel Schnittblumenfelder gelangt und sich weiter ausbreiten kann. Häufig werden aber auch Ambrosia-Samen bei Erdarbeiten mit Baumaschinen, landwirtschaftlichen Maschinen oder Kfz oder mit aufgeschütteter, mit Ambrosia-Samen belasteter Erde an neue Standorte getragen. Durch den Klimawandel wird die Ausbreitung der wärmebedürftigen Pflanze begünstigt.

Marginalspalte

Rechtsvorschriften

© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz