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Tiertransporte

Gewerbliche Tiertransporte werden nach der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 des Rates über den Schutz von Tieren beim Transport und damit zusammenhängenden Vorgängen vom 22. Dezember 2004 (ABl. EG Nr. L 3 S. 1) geregelt. Danach dürfen Nutztiere (Einhufer, Rinder, Schafe, Schweine und Ziegen, soweit sie Haustiere sind) innerhalb der Europäischen Union grundsätzlich nicht länger als acht Stunden transportiert werden. Bei längeren Transporten müssen die Tiere zwischenzeitlich getränkt und mit Futter versorgt werden. Nach der je nach Tierart festgesetzten Beförderungsdauer müssen die Tiere an zugelassenen Aufenthaltsorten abgeladen und während einer 24-stündigen Ruhepause mit Futter und Wasser versorgt werden. In Sachsen gibt es zwei zugelassene Aufenthaltsorte (Niederschlesischer Oberlausitzkreis).

Länger dauernde Transporte von Nutztieren sind innerhalb der Europäischen Union nur in Fahrzeugen zulässig, die den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1/2005 entsprechen. Dazu müssen die Fahrzeuge besondere Anforderungen an Einstreu, Fütterungs-, Tränk- und Zugangsmöglichkeiten, Belüftung sowie Abtrennung zwischen den Tieren erfüllen. Fahrzeuge, die grenzüberschreitende Tiertransporte durchführen, müssen über ein Navigationssystem verfügen. Unter diesen Voraussetzungen können Nutztiere je nach Art und Alter über längere Transportzeiten mit zwischengeschalteten Ruhe- und Versorgungspausen transportiert werden.

Transportkontrollen

Bei grenzüberschreitenden Transporten von Nutztieren, die voraussichtlich länger als acht Stunden dauern, ist vom Beförderer ein Fahrtenbuch zu erstellen.

Vor Beginn eines Nutztiertransportes bescheinigt der zuständige Amtstierarzt den Gesundheitszustand und die Transportfähigkeit der zu transportierenden Tiere. Die Veterinärbehörde prüft die von der Transportfirma vorgelegte Transportplanung auf Plausibilität. Auch auf den Straßen können Tiertransporte jederzeit durch die zuständigen Veterinärbehörden im Zusammenwirken mit der Polizei kontrolliert werden.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz