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Fuchsbandwurm

Der Fuchsbandwurm, Echinococcus multilocularis, ist ein bis 4 mm langer Bandwurm, der im Dünndarm von Füchsen und auch selten bei Hunden und Katzen vorkommt. Die Bandwurmeier werden vom Fuchs ausgeschieden und können sich auf Pilzen und Waldfrüchten ablagern. Durch die Aufnahme der Eier kann sich auch der Mensch infizieren. Die sich aus den Eiern entwickelnden Finnen wachsen über Jahre unbemerkt in der Leber oder Lunge und verdrängen dabei das gesunde Gewebe. Heilungsmöglichkeiten gibt es bisher nicht.

Der kleine Fuchsbandwurm ist bei Füchsen in ganz Sachsen verbreitet. Gründliches Waschen und Einfrieren von Pilzen und Beeren vermindert das Infektionsrisiko, bieten aber keinen sicheren Schutz. Für eine sichere Abtötung der Bandwurmeier sind Temperaturen von über 70° C notwendig. Darüber hinaus sollten Haustiere (Hund, Katze), die auch als Endwirte in Frage kommen, regelmäßig auf das Vorkommen von Magen- und Darmparasiten untersucht und entwurmt werden.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz