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Tollwut

Tollwutsituation in Sachsen

Sachsen ist derzeit frei von von terrestrischer Tollwut – der bislang letzte Nachweis in Sachsen erfolgte im Jahr 2001. Im Vorfeld waren intensive Impf- und Überwachungskampagnen erfolgt. So handelte es sich bei den seit 1995 in Ostsachsen auftretenden Tollwutfällen um Einschleppungen aus dem benachbarten Grenzgebiet in Tschechien und Polen. Seit Frühjahr 1997 konnte in den nördlich der A 4 und westlich der Elbe sowie östlich der Elbe liegenden Gebieten des Regierungsbezirkes Leipzig die Immunisierung eingestellt werden, so musste nur noch ein weiträumiger Schutzgürtel zur Grenze nach Polen und Tschechien geimpft werden.

Seit dem Jahr 2003 wurden des Weiteren westsächsische Gebiete aus der Immunisierung ausgegliedert, da in diesen Regionen seit acht Jahren kein Tollwutfall festgestellt wurde und von Seiten der angrenzenden Tschechischen Republik auch keine besondere Tollwutgefahr mehr ausgeht. Während im Jahr 2004 zur Bekämpfung der Tollwut bei Füchsen noch 274.400 Köder ausgebracht wurden, konnte im Zusammenhang mit der günstigen Tollwutsituation auch in den Grenzgebieten der anliegenden Mitgliedstaaten der Europäischen Union 2005 die orale Immunisierung der Füchse gegen die Tollwut im Freistaat Sachsen eingestellt werden. Die Tollwutverordnung wurde in der Neufassung vom Oktober 2010 an die Situation, dass Deutschland seit 2008 als »Tollwutfrei« gilt, angepasst. Eine verstärkte Bejagung der Füchse wird nur noch bei einer Gefahr der Eintragung der Krankheit durch das Auftreten der Tollwut in angrenzende Gebiete beziehungsweise in Sachsen selbst durchgeführt werden. Das flächendeckende Monitoring von Füchsen, Marderhunden und Waschbären stellt ein wichtiges Instrument dar, die Gefahr der Wiedereinschleppung zu reduzieren. Zudem muss ein besonderes Augenmerk auf zumeist illegale Importe nicht oder ungenügend geimpfte Hunde aus Endemiegebieten gelegt werden. Daneben gibt als eigenständigen Krankheitskomplex vereinzelte Nachweise von Fledermaustollwut in Sachsen.

Die Tollwutüberwachungsuntersuchungen in Sachsen werden an der LUA Sachsen durchgeführt.

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© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz