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Reisen mit Tieren

Titelabbildung: Zwei Mitarbeiter bei Tests im Labor. Mutter und Kind streicheln ein Schaf.

Für die Gesundheit und den Schutz von Mensch und Tier - Veterinärwesen in Sachsen
(© Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz)

Auf Grund gemeinschaftlicher Regelungen – Verordnung (EG) Nr. 998/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates – muss für Hunde, Katzen und Frettchen, die innerhalb der Europäischen Union und grenzüberschreitend zu nicht gewerblichen Zwecken verbracht werden, ein Heimtierpass nach einheitlichem Muster mitgeführt werden.

Dieser Pass muss dem Tier eindeutig zugeordnet werden können, das heißt, das Tier muss mittels Tätowierung oder Mikrochip identifizierbar und die Kennzeichnungs-Nummer im Pass eingetragen sein. Neben Angaben zum Tier und seinem Besitzer muss der Pass den tierärztlichen Nachweis enthalten, dass das Tier über einen wirksamen Impfschutz gegen Tollwut verfügt. Ein wirksamer Impfschutz liegt dann vor, wenn die Erstimpfung (frühestens im Alter von drei Monaten) mindestens 21 Tage und längstens um den Zeitraum zurückliegt, den der Impfstoffhersteller für eine Wiederholungsimpfung angibt. Der Termin der Wiederholungsimpfung sollte zur Sicherheit durch den impfenden Tierarzt im Heimtierpass vermerkt werden. Stehen diesbezüglich keine Angaben zur Verfügung, wird von einem Impfschutz von maximal zwölf Monaten ausgegangen. Ziel dieser Regelung ist der Schutz vor Einschleppung und Verbreitung der Tollwut.

Verbringen zwischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union

Für das Verbringen von Heimtieren zwischen den Mitgliedstaaten der Europäischen Union gelten folgende Regelungen:
Für das Verbringen in das Vereinigte Königreich, nach Irland, auf Malta und nach Schweden wird

  • eine gültige Tollwutschutzimpfung,
  • eine Entwurmung gegen den Fuchsbandwurm und
  • eine Zeckenbehandlung vor Reiseantritt gefordert.

Ein Nachweis der Wirksamkeit der Tollwutschutzimpfung muss seit dem 1. Januar 2012 nicht mehr erbracht werden.

Detaillierte Informationen über Einreisebestimmungen können auch über die Website des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz abgerufen werden.

Verbringen aus Drittländern

Die Vorschriften für das Verbringen von Heimtieren zwischen den Mitgliedstaaten gelten auch für das Verbringen aus Andorra, Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, der Schweiz und der Vatikanstadt.
Das Verbringen von Hunden, Katzen und Frettchen zu nicht gewerblichen Zwecken aus Drittländern mit zufriedenstellender Tiergesundheitslage in Bezug auf Tollwut in die Mitgliedstaaten wird für folgende Tiere genehmigt:

  • Weniger als fünf Tiere, die eindeutig gekennzeichnet sind und eine gültige Tollwutschutzimpfung aufweisen und von einer Veterinärbescheinigung nach Anhang I des Durchführungsbeschlusses 2011/874/EU begleitet werden. Diese Bescheinigung ist von einer amtlichen Tierärztin/von einem amtlichen Tierarzt zu unterzeichnen.
  • Für mehr als fünf Tiere gelten bis auf die Veterinärbescheinigung nach Anhang II oben genannter Durchführungsbeschlusses die gleichen Bedingungen.

Zu den hinsichtlich der Tierseuchensituation in Bezug auf Tollwut zufrieden stellenden Ländern gehören:

  • Ascension
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Antiqua und Barbuda
  • Niederländische Antillen
  • Argentinien
  • Australien
  • Aruba
  • Bosnien und Herzegowina
  • Barbados
  • Bahrain
  • Bermuda
  • Belarus
  • Kanada
  • Chile
  • Fidschi
  • Falklandinseln
  • Hongkong
  • Jamaika
  • Japan
  • St. Kitts und Nevis
  • Kaimaninseln
  • St. Lucia
  • Montserrat
  • Mauritius
  • Mexiko
  • Malaysia
  • Neukaledonien
  • Neuseeland
  • Französisch-Polynesien
  • St. Pierre und Miquelon
  • Russische Föderation
  • Singapur
  • St. Helena
  • Trinidad und Tobago
  • Taiwan
  • Vereinigte Staaten von Amerika (einschließlich AS – Amerikanisch-Samoa, GU – Guan, MP – Nördliche Marianen, PR – Puerto Rico und VI – Amerkanische Jungferninseln)
  • St. Vincent und die Grenadinen
  • Britische Jungferninseln
  • Vanuatu
  • Wallis und Futuna
  • Mayotte

Für das Verbringen aus hier nicht aufgeführten Drittländern ist zusätzlich zu den im vorhergehenden Punkt genannten Anforderungen durch einen von der zuständigen Behörde des Drittlandes ermächtigten Tierarzt frühestens 30 Tage nach der Impfung von jedem Tier eine Blutprobe zu entnehmen. Diese Probe ist in einem zugelassenen Labor auf Tollwutantikörper zu untersuchen. Es muss ein Antikörpertiter von mindestens 0,5 IE/ml nachgewiesen werden. Bis zur Einfuhr in die Europäische Union ist dann noch eine Wartezeit von mindestens drei Monaten einzuhalten.

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