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Diabetes mellitus - Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh behandeln

Sehr viele Menschen kennen die Zuckerkrankheit »Diabetes«, weil sie betroffen sind. Viele Menschen wissen dieser Krankheit, weil ihre Ärztin oder ihr Arzt ihnen erklärt haben, dass sie ein hohes Risiko haben, an Diabetes zu erkranken.

Was bedeutet Diabetes? Unser Körper braucht das Hormon Insulin. Dieses stellt er in spezialisierten Zellen der Bauchspeicheldrüse eigenständig her. Bei Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1, früher auch bekannt als »Jugendlicher Diabetes«, ist diese Funktion nicht mehr vorhanden. Deshalb müssen die Betroffenen dem Körper meist mehrmals täglich Insulin spritzen. Bei dem weitaus häufiger verbreiteten Diabetes mellitus Typ 2 (früher »Altersdiabetes«) ist das Gleichgewicht zwischen der körpereigenen Insulinproduktion und dem Insulinbedarf für den Körperstoffwechsel gestört. Eine Möglichkeit zur Behandlung besteht darin, zur Unterstützung der Bauchspeicheldrüsenfunktion Tabletten einzunehmen. Bei einem größeren Ungleichgewicht muss möglicherweise ebenfalls Insulin gespritzt werden.

Typ 2 Diabetes (»Altersdiabetes«) betrifft schon längst nicht mehr nur ältere Menschen. Besorgniserregend ist, dass in den letzten Jahren die stärkste Zunahme an Neuerkrankungen bei Menschen unter 20 Jahren beobachtet wurde. Der Grund: unsere Lebensweise, gekennzeichnet durch zu reichliches Essen und vor allem zu wenig Bewegung, was zusammen zu mehr Übergewicht führt. In jedem Fall steigern ein ausgewogenes Essverhalten, mehr Bewegung und Normalgewicht das gesundheitliche Wohlbefinden und verbessern den körpereigenen Insulinstoffwechsel – unabhängig davon, ob vorbeugend oder bereits bei einer bestehenden Erkrankung. Die gute Nachricht: Mit veränderten Alltagsgewohnheiten lässt sich der Ausbruch der Zuckerkrankheit vom Typ 2 erfolgreich verhindern beziehungsweise hinaus zögern.

Leider ist Diabetes zurzeit noch nicht heilbar. Deshalb zielt die Behandlung des Diabetes mellitus auf Vorsorge und Prävention. An folgenden Schritten arbeiten die Akteure dieses Gesundheitsziels:

  • sichere und verlässliche Ermittlung von Risikopersonen mit Hilfe eines Testes und niedrigschwelligen Zugangswegen,
  • Schulung und Training von Menschen mit erhöhtem Diabetesrisiko, um einen gesünderen Lebensstil im Alltag mithilfe von individuellen Angeboten umzusetzen,
  • kontinuierliche Weiterbetreuung von Risikopersonen, damit der eingeschlagene Weg, gewohntes Verhalten zu ändern, beibehalten wird.

Gemeinsames Handeln für Prävention braucht viele Mitstreiter: zum Beispiel wissenschaftliche Organisationen ebenso wie Krankenkassen, Berufsverbände, Kindergärten, Schulen, Betriebe, öffentliche Einrichtungen, Vereine, Ärzte und Medien. Denn: gesundheitliche Vorsorge geht uns alle an.

Das DiabetesNetzwerk Sachsen ist eine Initiative des Deutschen Diabetiker Bundes, Landesverband Sachsen, Mitgliedern der Fachkommission Diabetes der Sächsischen Landesärztekammer und dem TUMAINI Institut für Präventionsmanagement.

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